Terzij De Horde - A Rage Of Rapture Against The Dying Of The Light
Wahrlich unterirdisch, in jeglicher Art und Weise gräuslich. Die Niederländer Terzij De Horde, zu deutsch „sich von der Horde / Masse unterscheiden“, versuchen auf ihre ureigenste Art und Weise Aufmerksamkeit zu erlangen. Das gelingt ihnen – und wenn es stimmt, dass negative Promotion trotz allem Promotion ist, rühren die Jungs auch ordentlich die Werbetrommel. Songwriting, Struktur, Spannungsbogen – das scheinen schlichtweg Begrifflichkeiten zu sein, die es im Sprachgebrauch von Terzij De Horde schlicht und ergreifend nicht gibt. Hier und da ist zwar ein Hauch von Melodie erkennbar, im Großen und Ganzen glänzt man aber eher mit Chaos, Krach und einem Album, dass wahrlich als Mutter des „uneasy listening“ gelten könnte. Die Scheibe, die glücklicherweise nur vier Songs mit einer Spieltzeit von einer knappen halben Stunde umfasst, macht wahrlich keinen Spaß. Auch fällt es schwer zu glauben, dass sich jemand so sehr hasst, um sich das anzutun. Leider ist es eine enorme Herausforderung, positive Seiten dieser Platte zu identifizieren. Die einzige wäre wohl, dass es Terzij De Horde durchweg gelingt, authentisch, roh und direkt zu klingen. Hier gibt es definitiv keinen Schmuck am Nachthemd. Fazit: Thema verfehlt – durchgefallen! (jb)




