Clonecircle - Behind The Wire
Clonecircle, eine vierköpfige Combo aus Dänemark, veröffentlichen mit „Behind The Wire“ ihr Erstlingswerk. Das Düster-Quartett hat sich einer Mischung aus Gothic- und Industrial-Metal verschrieben und liefert einen Silberling ab, der musikalisch sehr stark an eine Mischung aus „Marilyn Manson“ und „Pain“ erinnert. Voll bestückt mit stampfenden, leider teilweise etwas zu gemächlichen Songs, beginnt man die Reise durch die Dunkelheit. Die maßgebliche Stärke von „Behind The Wire“ ist das Gespür von Clonecircle für eingänge, ja fast schon hymnenhafte Melodien, die dem einen oder anderen Song durchaus Singelpotential verleihen. Vor allem die Gothic-Fraktion wird mit dieser Langrille auf ihr Kosten kommen. Diesbezüglich ist das romantisch melancholische „Thunder And The Rain“ ein definitiver Anspieltipp, der für Freudentränen sorgen dürfte. Unter anderem durch den geschickten Einsatz von Female Voclas konnte man diesem Song gehörig Tiefgang verpassen. Darüber hinaus ist auch das Albumcover und die Booklettgestaltung absolut gelungen. Herrlich düster, apokalyptisch und mit einem Hauch von Manga versteht es Hellgren, „Behind The Wire“ in das richtige Gewand zu kleiden. Was bei diesem Album etwas bitter aufstößt, ist, dass die Produktion etwas mehr Bums hätte vertragen können. So plätschert das Liedgut vor sich hin, jedoch ohne einen richtigen Aha-Effekt zu liefern. Grundsätzlich ist „Behind the Wire“ ein solides Gothic/Industrial-Album, dass man ohne schlechtes Gewissen antesten kann. Auf richtige Highlights waretet man aber vergeblich. (jb)




