Drat - Insomnia
Drat wurden 2006 in Hamburg ins Leben gerufen. 2008 veröffentlichten sie eine selbstbetitelte EP und ein Video zum Song „Watch Out“, welches auch auf der vorliegenden CD enthalten ist. Nun wollen sie mit ihrem Debütalbum „Insomnia“ auf sich aufmerksam machen um sich für ein Label und Auftrittsmöglichkeiten zu bewerben. Dafür haben sie sich bereits mit Soulfly, Biohazard und Il Nino die Bühne geteilt um sich live zu präsentieren. Ein Anfang ist also getan. Nun schauen wir mal auf das Scheibchen, das mir vorliegt. „Insomnia“ findet nach neun Stücken und nur knapp 27 Minuten ein schnelles Ende. Nach dem ersten Hördurchgang bleibt leider nicht viel außergewöhnliches hängen. Eine Mischung aus Metal, Hardcore und Punk, aber auch ruhigere Alternativ-Töne bekommt man hier serviert. Nicht wirklich schlecht, aber die Eigenständigkeit fehlt und auf Dauer wirkt das Ganze recht langweilig. Nach dem Intro „Horizones“ folgt „A Song For The Weak“, das im Metalcoregewand mit schnell vorantreibenden Riffs und dem Wechsel von aggressiven Shouts und cleanem Gesang erscheint. „Envy“ ist dann schon ordentlicher Metal und kann mit einem guten Solo und ruhigem Mittelteil aufwarten. Für mich definitiv der beste Song der Scheibe. Der Titeltrack „Insomnia“ ist sehr alternativ angehaucht und ab und zu mit Elektroelementen unterlegt. Was folgt, ist die Ballade „The Greatest Gift“, die zum Teil mit Streichern begleitet und auf der akustischen Gitarre gespielt wird. Sehr radiotauglich das Stück. „Media Control“ und Everything I Need“ sind okay, aber eher belanglos, bevor der Schlusstrack „Thank You“ gut punkig abgeht und die Platte somit abschließt. Wenn ich mal auf die Floskel „Auf die Länge kommt es nicht an, sondern auf die Technik“ zurückgreifen darf, wurde hier solide Instrumentenarbeit geleistet. An Ideenreichtum und der Eigenständigkeit darf definitiv noch gearbeitet werden. (jh)




