Fleshwrought - Dementia/Dyslexia
Die Grind Helden Animosity sind leider Geschichte, doch noch während die Band aktiv war, gründete Drummer Navene Kopperweis sein Projekt Fleshwrought, dem er nun endlich die volle Aufmerksamkeit widmen kann. Was zuerst eine echte Band war, wurde durch Umzüge und Tourpläne zu Kopperweis' Alleingang. Er ist der kreative Kopf, hat auf dem Debüt alle Instrumente eingespielt, es aufgenommen und abgemischt. Lediglich die Vocals steuert Jonny Davy von Job For A Cowboy bei. Kopperweis hat hörbar all seine kreative Energie und Leidenschaft in das Projekt gelegt. Das Album kombiniert brutalsten, technischen Death-Metal mit faszinierendem Prog-Metal. Es gibt in Form von rasanten Drums, messerscharfen Killerriffs und derben Grooves ordentlich was auf die Ohren. Dazwischen tauchen aber immer wieder ausufernde Melodien mit beeindruckender Virtuosität auf. Abgefahrene Melodieentwicklungen führen nicht selten zu Maulsperre beim Hörer. Die Songs sind sehr abwechslungsreich und das Brutalitätslevel liegt trotz der ganzen Melodien sehr weit oben. Job For A Cowboy Brüllwürfel Johnny liefert mit seinen bösen Growls und fiesen Screams ebenfalls ganze Arbeit ab. Trotz all der Komplexität und progressiven Ausrichtung ist „Dementia/Dyslexia“ ein sehr kompaktes Album mit genügend griffigen Momenten geworden. Trotzdem ist es nichts, was man mal eben nebenbei auflegt. Man ist gut beraten, die Platte mit voller Aufmerksamkeit und Kopfhörern mit all ihren Feinheiten zu genießen. Fans von Necrophagist, Obscura oder The Faceless dürften angesichts des Gebotenen Freudentränen in die Augen schießen. Außergewöhnlich. (rg)




