Resurrected - Fierce
Neu Scheibe, neues Glück! Das könnte man so sagen im Falle von Resurrected und ihrem neuen Knüppelwerk „Fierce“. 17 Jahre lang besteht diese Metzgercombo aus Duisburg, die sich Old School Brutal Death Metal auf die Fahne geschrieben hat, bereits im Untergrund dieser Szene und veröffentlichte bis dato fünf Alben. Leider ist es ihnen bis jetzt verwehrt geblieben, mit den ganz Großen in einem Satz genannt zu werden und in die erste Liga aufzusteigen, obwohl sie jede Menge Touren mit ihnen absolvierten. So zogen sie mit Hate Eternal, Napalm Death und Devourment durch die Welt um jetzt danach unter Leitung von Gitarrist Thomas Granzow in den Catacomb Studios das aktuelle Album „Fierce“ aufzunehmen. Gemischt und gemastert wurde das Ganze dann von Jörg Uken im Soundlodge Studio (God Dethroned, Sinister, Dew Scented). Am Sound gibt es definitiv nichts auszusetzen, der passt wie die Faust auf's Auge und kommt tief und fett durch die Boxen. Ganz klar heraus zu hören ist der Einfluss der amerikanischen Todesbleigeschosse. So ist die Ähnlichkeit zu Suffocation, Deicide, Dying Fetus nicht zu überhören, allerdings fehlt noch ein kleines Stück Ideenreichtum zu diesen großen Bands im Songwriting. Trotzdem böllern die Songs durchweg ordentlich voran und machen Spaß. Fettes Riffing, Blastbeats ohne Ende und gut angelegte Breaks, die kurze Midtempopassagen einläuten um aber relativ schnell wieder zum Vollgastempo zurückkehren, machen die Platte interessant. Der Sänger kotzt sich durch sämtliche Grunzlagen und lässt auch ab und an den Bree hören. Songs wie „Tortured By Deities“, „Urge To Murder“, „Divine Masturbation“ und der abschließende Song „Hindsight“legen die Messlatte hoch und machen diese Scheibe für jeden Brutalo Deather empfehlenswert. Die Coverversion von Morbid Angel’s „Day Of Suffering“ ist okay, wobei sich da jeder alteingesessene Todesmetaller ein eigenes Bild machen sollte, ob es nötig und gut ist. Wenn man sich nicht gleich vom nervigen und nicht wirklich gelungen Intro „New Reign Rising“ abschrecken lässt, wird man bei den folgenden Songs auf jeden Fall seine brutale Freude haben. (jh)




