Blood I Bleed / Massgrav - Blood I Bleed / Massgrav Split
Wer mit Krach nichts anzufangen weiß, kann an dieser Stelle getrost auf „zurück“ klicken. Die restliche Leserschaft bekommt jetzt alles geliefert, wonach das Herz begehrt. Die Eröffnung dieser, über Selfmade God erschienen Split-CD übernehmen Blood I Bleed. Der den Niederlanden entsprungene Vierer bezeichnet seine derbbrutale Musik als „High Octane Speed Thrash“, wobei hier von Thrash Metal kaum noch die Rede sein kann. Power Violence ist wohl eher der Ausdruck zu dem man greifen muss, um die elf Stücke der Krachcombo treffend zu beschreiben. Blast Beats en masse, Gitarrengeschrubbe und superaggressives Gebrüll sind die Waffen, mit denen Blood I Bleed ins Feld ziehen. Neben ganz neuen Sachen wurden auch einige Songs ihrer Vorgängerband „My Minds Mine“ vertont, die den aktuellen Prügelorgien aber in nichts hinten anstehen. Wessen Bedarf an Ohrenbetäubung noch nicht gedeckt ist, bekommt nun in Form von Massgarv den Knockout verpasst. Die deutlich stärker zum Grindcore tendierenden Schweden brauchen sich in Punkto Geschwindigkeit und Aggressivität keineswegs hinter ihren Vorreitern zu verstecken. Zwar liegen ihre Wurzeln ziemlich offenkundig im Punkrock, aber ein gewisser Metal-Anteil ist hier und da ebenfalls herauszuhören. Das bevorzugte Stilmittel ist aber ganz eindeutig der 3-Chord-Drive – und das mit Vollgas! Auch wenn ihre Spielzeit mit zehn Minuten kein bisschen länger ist, als die ihrer holländischen Kollegen, pressen Massgrav einen Track mehr auf ihren Teil der CD. Somit finden sich insgesamt 23 mördermäßige Brutalokracher zu einer wilden Arschtreterei zusammen, die alle Fans von derbem Geballer entzücken dürfte. Außerdem wurden die Soundbedingungen verhältnismäßig fett und erstaunlich differenziert gestaltet. Reinhören lohnt sich also auf jeden Fall. (cj)




