Ozzy Osbourne - Scream
Da haben nicht wenige ganz schön geschluckt, als der Ozzman vor einigen Monaten kundtat, dass er ab sofort nicht mehr auf seinen langjährigen Axtmeister Zakk Wylde zurückgreifen würde und stattdessen Gus G. (Firewind) an Bord des Madmans kommt. Jetzt liegt also die erste gemeinsame Arbeit in aktueller Besetzung vor und natürlich werden da unweigerlich Vergleiche gezogen. Was an sich eh müßig ist, denn wer will denn objektiv sagen ob nun Randy Rhoads, Zakk Wylde oder Gus G. der beste Gitarrist ist und ob Ozzy nun zu Beginn (also mit „Blizzard Of Oz“) in der Mitte („No Rest For The Wicked“, „No More Tears“) oder in der aktuellen Phase seiner Solokarriere auf dem Zenith ist/war? Fakt ist, dass „Scream“ einiges kann, 'ne Menge Spaß macht und im Vergleich zum direkten Vorgänger „Black Rain“ doch deutlich die Nase vorn hat. Immer wieder wird in bester Thrashmanier á la alten Metallica oder straighten Mastodon pumpend gerifft, dass man den Kopf gar nicht still halten kann. Starke, hitverdächtige Songs wie z.B. "Let It Die", "Diggin' Me Down" und "Let Me Hear You Scream" könnten sogar ihren Weg in die Setlist der anstehenden Shows finden – wobei da natürlich einiges an alten Perlen gesetzt ist… Ach ja, das Cover. Das ist schlecht, aber das qulifiziert das Album ja fast schon zum Ozzy-Klassiker! Und als Bottomline sei mal angemerkt: Wenn ich mit 61 noch Platten mit einem derart kompetenten Team machen könnte, die dann auch weltweit Beachtung finden – also ich wär' happy! Rock On Prince Of Darkness! (tj)




