Lyzanxia - Locust
Die Metallandschaft in Frankreich ist nicht gerade reich mit großen Namen besät. Nach einer Pause von sechs Jahren versuchen Lyzanxia, die seit 1996 ihr Unwesen treiben, mit ihrem nunmehr fünften Album ein weiteres Mal die ganz dicken Früchte zu ernten. Ihren Mix aus Modern Death Metal mit Thrash Einflüssen und Melodie präsentieren sie in dieser sehr überzeugend guten und fetten Produktion, die von Björn Engelmann (Rammstein, Meshuggah, Behemoth) gemastert wurde. Ob die gute Produktion allerdings reicht um den ganz großen Treffer zu landen, bleibt leider zu bezweifeln. Keine Frage, die Ansätze stimmen. So zeigen sie instrumententechnisch dass sie es drauf haben und auch der Gesang von Sänger David Potvin passt gut zu den Songs. Allerdings könnte hier das ein oder andere Mal mehr Aggressivität eingebracht werden. Das größte Problem sehe ich darin, dass die Songs zu oft unnötig in die Länge gezogen werden und dass sich das gleiche Muster durch die gesamte Scheibe zieht und dadurch schnell langweilig wirkt. Natürlich drücken manche Riffs ordentlich aus den Boxen, sind die Soli gut arrangiert, auch der Wechsel zwischen geschrienen und cleanen Parts ist okay und auch die Abwechslung von thrashigen Uptempo Passagen und Meldoicabschnitten hat was Gutes, aber eben leider keinen eigenen und neuen Wiedererkennungswert. Dieses Muster gibt es schon viel zu oft und das eben meist um einiges besser. Deshalb wird die Scheibe über eine weitere typisch belanglose Genreplatte ohne Neuerungen nicht hinauskommen. Wer trotzdem ein Ohr riskieren will, sollte das mit den Songs „ Light Transition“, „The Clamp“ und „Father Râ“ tun und sich dann für oder gegen einen Kauf entscheiden. (jh)




