The Way Of Purity - Crosscore
Hoppla, was haben wir denn hier! The Way Of Purity aus Schweden präsentieren sich als militante Band, sie verstehen sich als die Hand Gottes im Kampf um Tierrechte. Hier werden tatsächlich übersteigerter Tierrechtsaktivismus und Religion auf äußerst dumme Weise kombiniert. Laut Eigenaussage will die Band die Botschaft der Tiere an Lügner, Schwache, Prostituiere, Drogenabhängige und Nymphomanen überbringen. Das steht ohne Witz so im Pressetext. Was all diese Menschengruppen mit der Nachricht der Tiere anfangen sollen, steht da aber nicht. Geschweige denn, was diese Botschaft denn nun ist. Vermutlich haben sich The Way Of Purity darüber auch noch keinen genauen Kopf gemacht und wollten einfach mal ein paar Schlagwörter verbraten. Man war außerdem recht beschäftigt damit, sich originelle Namen auszusuchen. Eingefallen ist ihnen nichts, weshalb die Bandmitglieder unter Namen wie XwithoutnameX, XjeffreyX oder XwallofdeathX firmieren. Außerdem hat man sich für Bandfotos schön mit Sturmmasken und Voll-Camouflage ablichten lassen. Alles klar, willkommen im Kindergarten. Ach genau, Musik machen die Jungs und das Mädel übrigens auch. Und das sogar überraschend gut, da hätte man mal auf den ganzen Hokus-Pokus locker verzichten können. Geboten wird derber Metalcore, der natürlich starke Einflüsse von Earth Crisis aufweist, aber auch mit traditionellem Metal aufwartet und sogar elektronische Einflüsse verbrät. Oft vorhersehbar, immer wieder aber auch tatsächlich originell und stimmig. Das Ganze ist von XbettyX, einer Dame, gefrontet. Sie brüllt meist heftig ins Mikro, zeigt aber immer wieder auch, dass sie auch richtig singen kann. Über weite Strecken ist „Crosscore“ recht durchschnittlicher Metalcore, immer wieder zeigt die Band aber, dass sie eigentlich mehr auf dem Kasten hat. So bleibt musikalisch gesehen ein recht passables Album übrig. Für die äußerst zweifelhaften Versuche, ein Image aufzubauen, gibt es die rote Karte. (rg)




