Mechanical God Creation - Cell XIII
Mechanical God Creation aus Italien veröffentlichen nach einem Demo mit “Cell XIII†ihr Debütalbum. Im Vorfeld konnte die Band bereits prestigeträchtige Auftritte auf dem Metalcamp und dem Gods Of Metal Festival ergattern. Wie genau sie das geschafft hat, ist mir allerdings ein Rätsel. Die Vermutung liegt nahe, dass die Veranstalter eine Female-Fronted Death Metal Band wollten und da die Band diese beiden Bedingungen erfüllt hat, zugeschlagen haben. Hätten sie sich die Zeit genommen auch mal die Songs anzuhören, hätten sie sich vielleicht anders entschieden. Mechanical God Creation versuchen sich an modernem Death Metal. Die Dame am Mikro röhrt ins Mikro was das Zeug hält und ist dabei die einzige, die eine einigermaßen überzeugende Leistung abliefert. Der Rest ist vertonte Einfallslosigkeit in Reinform. Ich habe schon lange nicht mehr so inspriationsloses Riffing und eine so eindimensionale Schlagzeugarbeit gehört. Die Band versucht immer wieder Melodien und einprägsame Hooks einzustreuen, versagt aber auch hier auf ganzer Linie. Nichts bleibt auf Dauer hängen, kein Wunder, es wird ja auch vom immer gleichen Schlagzeugbeat niedergeballert. Die Songs haben keine klare Linie, die Instrumentalisten scheinen zu tun worauf sie gerade Bock haben – ohne Sinn und ohne Ziel. Die Riffs befinden sich auf dem Niveau eines Gitarrenschülers im ersten Jahr. Kaum zu glauben, dass damit wirklich jemand versucht im professionellen Umfeld zu punkten. Verpackt ist „Cell XIII“ in ein recht kraftvolles Soundkostüm, das rettet die Platte aber auch nicht mehr. Mechanical God Creation sollten dringend noch einige Zeit im Proberaum verbringen. (rg)




