Corpus Christi - A Feast For Crows
Victorys Vorzeigechristen melden sich mit einem neuen Album zurück. Ihr Debüt „A Darker Shade Of White“ war musikalisch nicht von schlechten Eltern, das Zweitwerk kann den positiven Eindruck sogar noch verstärken. Zwar erfindet die Band das Rad alles andere als neu und positioniert sich irgendwo zwischen As I Lay Dying und Killswitch Engage, doch die Umsetzung kann sich absolut sehen lassen. Scharfe Metalriffs werden mit eingängigen Melodien kombiniert und hartes Shouting wechselt sich mit klarem Gesang ab. Die Band konnte den Ohrwurmfaktor ihrer Songs noch etwas nach oben schrauben. Die Refrains von Songs wie „Monuments“ oder „Little Miss Let You Know“ spielen ohne Zweifel in der Oberliga. Auch in Punkto Abwechslung ist alles im grünen Bereich. So ist mit „Windwalker“ ein atmosphärisches Instrumental zu hören und auch sonst wartet die Band immer wieder mit einfallsreichen Arrangements auf, die man oft eher im Indierock als im Metal verorten muss. Musikalisch kann man der Band also keinen Strick drehen. Zwar ist es der 1000ste Aufguss des bekannten Schemas, aber es ist zumindest qualitativ hochwertig umgesetzt. Wer auf melodischen Metalcore steht, bekommt mit „A Feast For Crows“ ein absolut solides Album geliefert. Die aufdringliche Christenpropaganda sorgt da schon für deutlich mehr Kopfschütteln. (rg)




