Exhibit A - Portrait In Rhyme
Biohazard meets Slipknot! So oder so ähnlich dürfte wohl das, was Exhibit A auf ihrem Debüt-Album „Portrait In Rhyme“ dem Hörer bieten, am treffendsten zu beschreiben sein. Wobei das auch nicht der Weisheit letzter Schluss ist, hört man doch an der einen oder anderen Ecke auch noch ein bisschen Rage Against The Mashine, S.O.D, Tool oder Pantera raus. Hört sich nach einer interessanten Mixtur an? Aber freilich. Zwar bewegt man sich was das Songwriting angeht über weite Strecken eher im Midtemp-Bereich, gleicht die fehlende Geschwindigkeit aber ohne jeden Zweifel durch Brachialität, Wut und Power wieder aus. Man muss Exhibit A mögen oder auch nicht – polarisieren werden sie auf jeden Fall – aber eines muss man den sechs Jungs aus Großbritannien schlicht und ergreifend lassen – sie machen keine Kompromisse. Das hier ist definitiv kein Easy Listening. Es wird ganz schön derb auf die Zwölf gedroschen. Die Vielzahl der Einflüsse und das daraus hervorgehende Liedgut ist nur schwerlich unter einen Genre-Hut zu packen. Dabei erstaunt umso mehr, dass man schon nach wenigen Songs einen „Kenn ich schon“-Eindruck bekommt. Vielleicht verderben nicht nur viele Köche, sondern auch zu viele Gewürze den Brei. Bleibt abzuwarten, nach wievielen Durchläufen „Visions“ einen Trend zur Langeweile entwickelt. (jb)




