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Danzig - Deth Red Sabaoth

Label: AFM Records  •  VÖ-Datum: 25.06.2010 •  Genre: Dark Metal  •  Wertung:6 / 7

User-Wertung: keine  •  Juli 2010

Jahrelang rannte der kleine Mann mit der großen Stimme und dem noch größeren Ego seiner (alten) Form, die er mit den ersten vier Alben gezeigt hatte, meist hinterher. OK, „6:66 – Satan’s Child“ von 1999 zeigte auch noch sehr gute Ansätze, fiel aber trotzdem in die Kategorie „Ausnahmen bestätigen die Regel“. Nun schickt sich Lil’ Glen nach sechs Jahren Funkstille an, die Regel zu brechen, denn die elf Songs des neuen Albums sind verdammt stark. Manch einer mag über den offensiv analogen Sound meckern, und ja, das ist keine glatt polierte, hypermoderne und überfette Platte, aber der Sound passt dann doch auch wieder sehr gut zum Material. Der Blues ist wieder da und die Experimente mit Industrial-Elementen wohl erst mal Geschichte. Tommy Victor, Glens aktueller Gitarrist, in Ehren, seine Arbeit mit Prong, zumindest deren Alben bis „Rude Awakening“, sind richtige Knaller, aber einem John Christ kann er trotzdem nicht das Wasser reichen, man höre nur die eher seelenlosen Soli in sonst richtig coolen Songs wie „Deth Red Moon“ (erinnert dezent an „Mother“) und „Ju Ju Bone“. Beim schmissigen „Black Candy“ sitzt Danzig erstmals auch selbst am Schlagzeug. „Hammer Of The Gods“ ist eine wunderbar groovig-treibende Nummer und der perfekte Opener. An fünfter Stelle platziert der Meister die erste Singleauskopplung „On A Wicked Night“, eine größtenteils halbakustische Nummer, die einen mal wieder daran erinnert, warum selbst Johnny Cash sich mit Glens Material beschäftigte. Mit „Rebel Spirits“ gibt’s Gänsehaut galore und auch das balladeske „Left Hand Rise Above“, das „Deth Red Sabaoth“ perfekt abschließt, ist sehr gut gelungen. Das Album gibt’s auch in 'ner limitierten, mit schlappen 45 Euro zu Buche schlagenden Version. Da sieht's dann aus wie 'ne Art Grabstein, über die Inhaltsdetails kann ich aber leider gar nichts sagen…(tj)

2010-07-13 Helldriver Magazine Jahrelang rannte der kleine Mann mit der großen Stimme und dem noch größeren Ego seiner (alten) Form, die er mit den ersten vier Alben gezeigt hatte, meist hinterher. OK, „6:66 – Satan’s Child“ von 1999 zeigte auch noch sehr gute

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(tatsächliches Album in der Vorschau kann vom Review abweichen. )

weitere Artikel: Review: Circle of Snakes, 2004 (tj)
Review: The Lost Tracks Of, 2007 (tj)