Esoterica - The Riddle
Mit Esoterik haben die 13 Songs dieses Albums dankenswerterweise nichts am Hut. Die Briten pendeln nach ihrem Debüt „The Fool“ auch auf Album Nummer zwei gekonnt zwischen Dark Rock mit leichten HIM-Anleihen, Alternative bzw. US-Rock und etwas Progressive. A Perfect Circle tauchen da genauso vor meinem inneren Auge auf, wie die leider eher unbekannten Thorn11. „The Riddle“ hat ein paar echt gute Momente, etwa „Tomorrow I Won't Remember", das dank Tablas und Ähnlichem recht orientalisch angehauchte "The Empire Of Eyes", das leidenschaftliche und fast schon radiotaugliche "Silence" (eine Delirium-Coverversion), das groovige, leicht industrial-artige "Manimal" und der Titeltrack. Bei den restlichen Tracks springt der Funke leider nicht in dem Maße über, da bleibt so einiges unscheinbar, bei manchem muss man sogar eher von Füllern reden. Was keinesfalls an der Produktion liegt, die ist nahezu ideal für den Sound und lag doch tatsächlich in den Händen der Band selbst! Die Stimme des Fronters Tobias ist fast schon klischeeartig, aber er macht das im Prinzip schon gut. Die Band war bereits mit Marylin Manson unterwegs und wenn sie ihre Karten smart ausspielt, könnte man von ihr zukünftig noch hören. (tj)




