Avertine - Convicted Lords & Celebrated Slackers
Avertine aus Deutschland gaben 2007 ihr Live Debüt und arbeiten seitdem hart an ihrer Karriere. Die Jungs veröffentlichten im letzten Jahr eine EP als Download in Eigenregie. Ihr erstes Album erscheint nun auch als physischer Datenträger. Die Band ist stilistisch irgendwo zwischen Bands wie A Day To Remember, Silverstein und Konsorten anzusiedeln. Ein Mix aus Pop-Punk, Metal- und Emocore. Der erste Höreindruck ist demnach auch recht ernüchternd. Ein weiterer Fisch im riesigen Ozean ähnlich gelagerter Bands. Doch beim genaueren Hinhören offenbart die Band in Facetten tatsächlich überraschend eigenständige Ideen. Zwar bewegt sich alles in den recht klar definierten Genregrenzen, doch die Band hat ohne Zweifel den einen oder anderen erfrischenden Hook auf Lager. An der Gesangsfront kann die Band ebenfalls Punkte sammeln. Zwar könnten die meist melodischen Vocals von Frontmann Marius sicherlich facettenreicher sein, doch sind seine Gesangsmelodien durchaus passabel. Immer wieder zeigt die Band auch, dass sie neben cleveren Melodien auch derbe Moshparts auf dem Kasten hat. Diese fügen sich sehr natürlich in den Sound ein. Die Songs auf „Convicted Lords & Celebrated Slackers“ klingen deutlich natürlicher und weniger konstruiert als man das insbesondere von US-Genrekollegen kennt. So bekommt die Band einen sehr bodenständigen und sympathischen Charakter. Auch in Punkto Abwechslung ist alles im grünen Bereich, so ist neben den amtlich rockenden Nummern auch ein balladeskes Stück zu finden. Die Produktion ist, für eine Eigenproduktion, überraschend stark und professionell ausgefallen. So legen Avertine insgesamt ein Debüt vor, das sich absolut sehen lassen kann. In Punkto Eigenständigkeit muss man sicherlich noch zulegen und auch am Hitfaktor der Songs kann noch geschraubt werden, sonst läuft man Gefahr nur eine Band von vielen zu sein. Trotzdem sind die Jungs auf einem guten Weg. (rg)




