Witchery - Witchkrieg
Die Skandinavier von Witchery haben sich mittlerweile zum Staraufgebot gemausert, liest sich das Line-up doch wie das Who is Who der dortigen Metal-Szene. Neben den Gitarristen Jensen (The Haunted) und Rickard Rimfält (Séance), Drummer Martin Axe (Opeth, Bloodbath) und Bassist Sharlee D'Angelo (Arch Enemy) verstärkt nun auch Legion (ex-Marduk, Devian), der fortan für die Vocals verantwortlich ist, Witchery. Nun werden sich einige fragen, ob denn Legions Art sich mitzuteilen zu Witchery passt. Darüber kann man sich sicher vortrefflich streiten. Im Großen und Ganzen ist Legion eine interessante und erfrischende Bereicherung für Witchery, wobei an der einen oder anderen Stelle doch zuviel Marduk durchschimmert. Neben dem regulären Line-up hat kein geringerer als Thrash-Metal-Ikone Kerry King (Slayer) für den Opener und Namensgeber des Albums „Witchkrieg“ ein Gastsolo eingespielt. Musikalisch ist Witchkrieg ein solides und durchaus gelungenes Album. Es gibt keine Songs die qualitativ merklich abfallen, so dass dieser Silberling auf gehobenem und ansprechendem Niveau aus den Boxen prescht. Mit einer ausgewogenen Mischung aus Härte, proggressiven Rhythmen und Melodie beißen sich die Schweden in den geneigten Gehörgängen fest und sind kaum mehr zu entfernen. Der beste Beweis dafür sind Songs wie „Devil Rides Out“ und „One Foot In The Grave“. Wer sich bisher für Witchery begeistern konnte, wird mit „Witchkrieg“ einmal mehr voll und ganz auf seine Kosten kommen. All diejenigen, die sich in der Vergangenheit noch nicht unbedingt zu Witchery hingezogen fühlten, haben mit „Witchkrieg“ einen Grund mehr, dies zu ändern. (jb)




