The Funeral Pyre - Vultures At Dawn
Black Metal wird in den Staaten immer populärer und inzwischen gibt es in dieser nach wie vor stark skandinavisch geprägten Szene auch schon einige wirklich brauchbare Bands von dort. Diese klingen meist sehr eigen und anders. Beste Beispiele sind Wolves In The Throne Room, Goatwhore oder Nachtmystium. The Funeral Pyre aus Kalifornien hingegen klingen sehr stark nach ihren norwegischen Vorbildern. Stärker sogar als die es heute selbst oft noch tun. Die Band bietet auf ihrem vierten Album fiesen Black Metal aus der Anfangszeit der zweiten Black Metal Welle. Die Band gibt als Einflüsse Darkthrone, Dawn, Dissection und Beherit an, was den Stil auch ziemlich genau umreißt. Rasend schnelle Drums und surrende Gitarren bilden wirbelsturmartige Klanglandschaften, die trotz aller bitteren Boshaftigkeit eine gewisse majestätische Ausstrahlung haben. Von Orchestern, Keyboards oder Frauengesang fehlt jede Spur. The Funeral Pyre liefern Black Metal in Reinform. Auch was die Produktion anbelangt. Leider kommen sie in meinen Augen damit eine ganze Weile zu spät. So machen The Funeral Pyre ihre Sache zwar durchaus gut, die Meilensteine in dieser Spielart wurden aber schon vor langem gelegt und an diese kommt „Vultures At Dawn“ einfach nicht heran. Die Platte offenbart mit steigender Spielzeit deutlich Längen und die Band schafft es einfach nicht so recht die Atmosphäre, die die Klassiker des Black Metals auszeichnete, zu erzeugen. So bekommen wir zwar ein passables aber keinesfalls Aufsehen erregendes Old-School Black Metal Album. Hardcore Fans können sicher mal ein Ohr riskieren. (rg)




