Aeon - Path Of Fire
Aeon hört man ihre schwedische Herkunft nicht unbedingt an. Die Band orientiert sich musikalisch eher an US-Truppen wie Morbid Angel und Cannibal Corpse. Brutalo Death Metal der alten Schule ist auf ihrem insgesamt dritten Album also angesagt. Die Band geht äußerst rasant zu Werke, ohne dabei zu vergessen das Tempo immer wieder zurück zu nehmen und sich in Mid-Tempo Moshern auszutoben. Aeon zeigen zwar, dass sie technisch einiges auf dem Kasten haben, die Platte ist aber bei weitem nicht so sehr mit hochtechnischen Frikeleien vollgepackt wie das in den letzten Jahren in Mode gekommen ist. Aeon legen hier den Fokus auf kompromisslose Härte und Direktheit. Die Band hat aber in Sachen Abwechslung durchaus auch die eine oder andere Überraschung in der Hinterhand. So ist mit „Total Kristus Inversus“ ein atmosphärisches Instrumental enthalten, das für eine kleine Verschnaufpause sorgt, und in „Of Fire“ kommen sogar dezente Keyboards zum Zuge. Obwohl die Marschrichtung der Band insgesamt sehr straight ist und wenig Spielraum für Experimente lässt, warten die Songs mit spannendem Riffing auf. Die sehr organische Produktion stammt von Death Metal Großmeister Erik Rutan und knallt entsprechend amtlich. „Path Of Fire“ ist somit ein grundsolides Death Metal Album geworden. Wer auf kompromisslosen US-Death Metal der alten Schule steht, wird mit dem neuen Album von Aeon zweifellos seinen Spaß haben. (rg)




