Celeste - Morte(s) Nee(s)
Da sind sie also wieder. Nur ein Jahr nach ihrem Hammeralbum Misanthrope(s) folgt nun die nächste Abrissbirne. Celeste klingen auf Anhieb vertraut. Die Franzosen haben ihren Stil weiter verfeinert ohne dabei allzu große Stilsprünge zu machen. Ihr Sound ist nach wie vor das, was er immer war, eine ziemlich massive Wand aus sperrigen Riffs, surrenden Noisegitarren und treibenden Drums. Die neuen Songs klingen eine ordentliche Ecke rabiater und düsterer als noch auf dem Vorgänger. Die Band hat es tatsächlich geschafft die Intensität noch einmal ein Stückchen zu erhöhen. Einflüsse aus dem Black Metal scheinen heute etwas stärker durch zu schimmern. Erstmals hat die Band sich Gäste mit ins Studio geholt, welche Klavier und Streicher bei dem abschließenden 13-minuten Monster „De sorte que plus jamais un instant ne soit magique“ beisteuern. Celeste zelebrieren einmal mehr kompromisslosen Noise / Post-Hardcore in einer Intensität wie man ihn selten zu hören bekommt. Die Band hat sich definitiv ihren eigenen Sound erschaffen und kann sich mit den Größen des Genres durchaus messen. Trotzdem sei eine abschließende kritische Anmerkung gestattet; die Weiterentwicklung des Sounds spielt sich in recht engen Grenzen ab. Hier würde ich spätestens beim nächsten Album größere Schritte erwarten. Bis dahin kann man sich aber von „Morte(s) Nee(s)“ eine erstklassige Dröhnung abholen. (rg)




