Godsmack - The Oracle
Ganze vier Jahre haben sich die Bostoner Rocker mit ihrem fünften Album Zeit gelassen – “Godsmack IV” stand bekanntlich bereits 2006 in den Läden. OK, zwischen den Veröffentlichungen gab´s mit “Good Times Bad Times – Ten Years Of Godsmack” ein Greatest-Hits-Album und Fronter Sully Erna versuchte sich zudem noch solo auf der Bühne, sein Soloalbum wurde seither noch nicht veröffentlicht. Und auch wenn auf dem Backcover der Slogan “The Old Me Is Dead And Gone” prangt, es ist an sich alles beim alten im Hause Godsmack. In der gewohnten Besetzung braten die Riffs zur charakteristischen Röhre Ernas und glücklicherweise hat die Band auch nicht beschlossen, einen kommerzielleren Weg einzuschlagen und mehr in Richtung Radio zu schielen. Auch die fast schon traditionellen Alice In Chains-Verweise gibts wieder, “Love-Hate-Sex-Pain” ist nur der offensichtlichste Kandidat. Der Opener “Cryin’ Like A Bitch!!” erinnert vom Riffing leicht an Sevendust, wurde aber nicht umsonst als Singlekandidat auserkoren und stieg in den USA auch raktenartig in die obersten Regionen diverser Rock-Charts. Insgesamt dümpelt das Album etwas in der Gleichartigkeit, das Rezept, das Tempo und die Herangehensweise ähneln sich doch sehr bei den zehn Kompositionen, ein Track wie das schnellere “Shadow Of A Soul” sticht da angenehm heraus. Der abschließende Titeltrack ist instrumental gehalten, wurde aber mit Samples aus dem genialen “What The Bleep Do We Know?” versetzt. Musikalisch ist er leider nicht gar so genial, denn er kommt wie ein mittelprächtig motivierter Jam zu diversen Metallica-Riffs daher. Produziert wurde “The Oracle” von Sully Erna und Dave Fortman, und letzterer hat ja auch schon bei Bands wie Slipknot, Mudvayne udn Evanescence bewiesen, was er kann. (tj)




