Exodus - Exhibit B: The Human Condition
Man könnte geradezu meinen, dass Einen Martys De Lorean dank Fluxkompensator mal eben 30 Jahre in die glorreichen Jahre des Thrashmetal zurückgeworfen hat. Mit wenigen Ausnahmen sind die Bands von damals noch, oder wieder, am Start und veröffentlichen richtig starke Alben. Megadeth, Slayer, Testament, Heathen, Kreator, Overkill, Forbidden (demnächst), und ja, sogar Metallica, haben gute bis richtig gute Alben am Start – Thrash is back! Exodus sind schon seit ihrer imposanten Rückkehr mittels des 2004er-Albums “Tempo Of The Damned” wieder fest im Sattel und schicken sich an, sich 2010 die Thrash-Krone aufzusetzen, denn “Exhibit B: The Human Condition“ killt quasi alles. Es ist schon fast beängstigend, mit welcher scheinbaren Leichtigkeit sich Master Holt und Kollege Altus die Wahnsinnsriffs aus den Ärmeln schütteln. Erfreulich ist dabei vor allem, dass die Riffs nicht in erster Linie zeigen sollen, wie flitzefingerig der Mann auch noch im reifen Alter ist, sondern sehr songdienlich und effektiv sind. Das Dutzend Songs ist mit über 74 Minuten durch die Bank catchy und das verwundert bei mehrheitlich über sieben Minuten Spielzeit pro Track dann doch; mit „The Sun Is My Destroyer“ haben sie sogar einen Track, der sich anschickt die Zehnminutengrenze zu reißen! Aber auch ein kurzer Song wie „Hammer And Life“, der mit 3:33 schon fast die klischeeartige 3:30-Marke touchiert, weiß zu gefallen. Auch Sänger Rob Dukes macht seinen Job sehr gut, das Artwork ist dufte und die Produktion dank Andy Sneap das Sahnehäubchen – man kann gar nicht anders als die Höchstnote zücken! (tj)




