The Idoru - Face The Light
The Idoru veröffentlichten bereits 2005 ein interessantes Album. Darauf haben ehemalige Mitglieder von Newborn und Dawncore ihrer Vorliebe für melodischen Hardcore freien Lauf gelassen. Seitdem war die Band aus Ungarn keineswegs untätig. Man tourte mit Misfits und Ignite durch Europa und Japan und kassierte einen ungarischen Musikpreis. Jetzt liegt ihr neues Album vor. Die Vorliebe der Band für Ignite wurde schon auf dem Debüt spürbar, jetzt mit dem neuen Sänger an Bord wird dies noch deutlicher. Der Mann am Mikro kommt Ignite Frontmann Zoli stimmlich nahe wie sonst kaum jemand. Auch musikalisch erinnern The Idoru an Ignite, wenn auch an eine deutlich langsamere Version. Die eindeutige Referenz sollte der Band aber keinesfalls negativ ausgelegt werden, denn sie haben durchaus auch eigene Aspekte und einige durchaus starke Songideen. Die Band verfügt über ein gut gefülltes Arsenal an eingängigen Melodien und der Gesang setzt sich ebenfalls schnell im Ohr fest. Meist sind die Songs recht schwungvoll und mit kräftigen Riffs ausgestattet. The Idoru stoßen aber auch genau in die Pop-Punk Regionen vor, in die sich Ignite bisher noch nicht getraut haben. So büßt die Band ein wenig von ihrer Wildheit ein und klingt etwas glatt. Auf „Face The Light“ befinden sich einige wirklich tolle Songs an denen es im Grunde nichts auszusetzen gibt. Das letzte Quäntchen des berühmten gewissen Etwas fehlt der Band zum großen Wurf allerdings noch. So wirken die Songs manchmal etwas blass und einigen Songs fehlt einfach die Power. Wenn die Band dran bleibt und sich nicht wieder fünf Jahre bis zum nächsten Album Zeit lässt, sehe ich hier nach wie vor viel Potential. (rg)




