The Cumshots - A Life Less Necessary
Das letzte Album „Just Quit Trying“ war nur ein solides Ding von Album. Live überzeugten die Norweger dank ihrem extrovertierten Fronter Max Cargo dann aber auf ganzer Front, und das ganz ohne das fast schon legendäre Kopulieren bei einem Festival von vor ein paar Jahren. Mit „A Life Less Necessary†bringen sie jetzt also Album Nummer vier an den Start, das bei mir ob der überzeugenden Show beim Summer Breeze, sogar mit ordentlich Sympathievorschuss im Player landete. Zu unrecht, um es hier gleich vorwegzunehmen. Zwischenzeitlich dachte ich fast, dass ich versehentlich die CDs vertauscht hätte… Beim letzten Album kritisierte ich noch die recht eintönige Brüllerei vom Fronter Max, das wurde geändert, aber diesmal nervt der streckenweise pathosschwangere Vibratogesang dafür ordentlich. Zudem scheint sich die Band in den Kopf gesetzt zu haben, jetzt u.a. einen auf Melodic Death Metal machen zu müssen – was eher kläglich scheitert. Auch sonst gibt’s immer wieder Momente, wo man sich an den Kopf fasst, was soll denn bitte das Solo und die klebrigen Bombast-Keyboards in „Nonversation“? Die neun Songs kommen nicht auf einen überzeugenden Punkt, sondern wirken zerfahren und unentschlossen. Wenn es das Ziel war, möglichst viel unzusammenhängendes Zeug in den bandeigenen Stilmixer zu packen, dann ist das auf imposante Weise geglückt. Zumindest die Produktion ist aber sehr gelungen. (tj)




