Stigma - Concerto For The Undead
Stigma konnten mit ihrem Debüt ”When Midnight Strikes” 2008 tatsächlich auf sich aufmerksam machen. Kein spektakuläres, aber ein dennoch grundsolides Metalcore Album an dem es im Grunde kaum etwas auszusetzen gab. Jetzt legen die Italiener den Nachfolger vor. Das Muster ist gleich geblieben, die Band setzt auf derben Metalcore mit reichlich flitzenden Gitarrenläufen, einem Hauch Chaos und einem düsteren Horror Thema. Leider mangelt es der Band dieses Mal schlichtweg an packenden Ideen. Die Songs sind zwar sicherlich mit den nötigen Fingerfertigkeiten eingespielt worden, können den Hörer aber zu keinem Zeitpunkt wirklich fesseln. Es gibt auf der Platte kaum wirklich eingängige Hooklines oder Riffs, keine spannende Melodie oder interessante Arrangements. Vieles klingt bei Stigma nach Ideenlosigkeit, die man durch technische Finessen zu überspielen versucht. Das gelingt nur schlecht. Auch in Sachen Vocals hat die Band sich nicht gerade gesteigert. Das derbe Geschrei von Frontmann Stefano klingt recht ausdruckslos und beliebig. So stellt sich bereits nach wenigen Songs gähnende Langeweile ein und man erwischt sich beim Skippen – um der Frage ob da noch was Besseres kommt nachzugehen. Die Antwort ist leider: Nein. Der druckvolle Sound der Platte versöhnt zwar etwas, kann den Karren aber auch nicht mehr aus dem Dreck ziehen. Ebenso wenig wie Gastauftritte von ehemaligen Mitgliedern von Dead To Fall oder The Red Shore. Schade, Stigmas Debüt war wirklich vielversprechend. (rg)




