Year Long Disaster - Black Magic: All Mysteries Revealed
Band- und Albumname lassen hier gar Düster-Derbes vermuten, im Kern ist das Gebotene aber einfach Rock. Wobei das einfach hier nicht die Leistung der Band schmälern soll, denn das will schließlich auch gelernt sein, heutzutage mit ´nem Rock-Album noch zu überzeugen – und das tun Year Long Disaster. Klar klingen da auch mal große Rock Bands wie AC/DC an, aber mit Plagiat hat das nix zu tun. Fronter Daniel Davies hat aber den Rock wohl schon mit Löffeln gegessen, denn er ist tatsächlich der Sohn des Kinks-Gitarristen Dave Davies und der Neffe des Sängers Ray Davies. An Connections und Starthilfe dürfte es hier also nicht gemangelt haben, man kommt aber nicht nur mit Beziehungen zu Shows mit u.a. Motörhead, den Foo Fighters und Velvet Revolver. Bei all diesen Shows haben die drei Herren bestimmt ´ne gute Figur gemacht. Filetstück des doch arg ausladend „Black Magic: All Mysteries Revealed” betitelten Werks ist das fast an der Sieben Minuten-Grenze kratzende großartige “Sparrow Hill”. Hier wird mit einer mächtigen Pause noch mal ordentlich Spannung aufgebaut. Und auch die Balladen-Latte reißen sie nicht, „Seven Of Swords“ setzt mit Akustikgitarre und rauchigem Timbre souverän zum Sprung an und landet wohlbehalten auf der Matte. Der perfekte Sound kommt hier einmal mehr von Nick Raskulinecz (Foo Fighters, Alice In Chains, Marylin Manson, Dank Jones etc.) – wobei das hier immer nach einem arschtighten Trio klingt und nie künstlich aufgeblasen rüberkommt. (tj)




