The Destiny Program - Gathas
Von der schnellsten Sorte sind The Destiny Program sicher nicht. Alle drei Jahre nur beglücken sie uns mit einem neuen Album. Jedes ürigens auch auf einem anderen Label. Aber gut Ding will bekanntlich Weile haben. Was sich im Fall von „Gathas“, das nun über Bastardized Records erscheint, einmal mehr bewahrheitet. Die Band verbindet einmal mehr Metal, Noise und 90er New-School Hardcore auf ansprechende und interessante Weise. Mit dem neuen Werk erinnert man nicht selten an Misery Signals, bleibt aber prinzipiell absolut eigenständig. Wuchtige Riffs und derbe Vocals treffen auf sanfte Melodien und Gesänge und gehen eine spannende Symbiose ein, die permanent unter Druck steht und nie in abgegriffene Schubladen greift. Die Band hat den Dreh, wie man spannende Songs schreibt, besser denn je heraus. Episch angelegtes Riffing wird auch gern mal von derben Moshparts durchbrochen, derbe Growls werden mit melancholischen Gitarrenmelodien unterlegt und schließlich in melodischen Gesängen kanalisiert. Die nächste Riffwand steht dann aber schon wieder bereit. „Gathas“ arbeitet geschickt mit Laut/Leise Dynamik und spannt interessante Spannungsbögen. In den drei Jahren hatte die Band offensichtlich genug Zeit um die besten Ideen zu destillieren und reifen zu lassen. Auch ist das Album mit 15 Songs sehr gut gefüllt. Durchhänger sucht man vergebens, im Gegenteil - ein Highlight jagt das nächste. Produziert und mit einem äußert druckvollen Sound ausgestattet wurde die Platte von Tue Madsen. „Gathas“ ist ein tolles Album, das alle Erwartungen sprengt. (rg)




