108 - 18.61
Mit „A New Beat From A Dead Heart“ feierten die Krishna Core Rabauken von 108 ein rundum gelungenes Comeback. Jetzt versuchen sie drei Jahre später mit ihrem neuen Werk “18.61†daran anzuknüpfen. Die mystische Zahl im Titel steht für den 61sten Vers im 18ten Abschnitt des Bhagavad Gita, einer zentralen Schrift im Hinduismus. Musikalisch ist der Platte ihre spirituelle Verankerung allerdings nicht anzumerken. Hier wird zeitgemäßer und eigenwilliger Hardcore geboten. Die Platte klingt deutlich schräger, krachiger und wüster als der Vorgänger. Die Songs sind kurz und knackig gehalten, durch ihre vielen schrägen Beats und Verschachtelungen jedoch auch sehr vielschichtig. 108 warten wieder einmal mit dem einen oder anderen Riff auf, für das andere Hardcore Bands ihre Großmutter verkaufen würden. Hinzu kommt eine spannende Verspieltheit und bissige Unberechenbarkeit. Die Jungs stecken trotz aller stilistischen Finessen voll Wut und Energie, was sie sehr gut in die Songs umsetzen und auf den Punkt bringen. Neben wüstem Geschrei kommen auch immer wieder die beschwörenden Spoken Word Passagen zum Zuge. So geht „Mannequins“ wohl als Nachfolger zu „The Sad Truth“ durch. Einen Gastauftritt gibt es von Jake Bannon (Converge), aufgenommen wurde die Platte von Alex Garcia-Rivera (ex-Give Up The Ghost) und gemischt hat Kurt Ballou. Beide konnten den eigenwilligen Sound der Band bestens einfangen. Trotz seiner Qualitäten kann „18.61“ dem direkten Vergleich mit seinem Vorgänger nicht stand halten. Dazu fehlt es einfach an den wirklich mitreißenden Momenten. Ein würdiger Nachfolger ist die Platte aber allemal. (rg)




