Taking Dawn - Time To Burn
„What Happens In Vegas, Stays In Vegas!“ heißt es in einem gängigen Sprichwort – das offensichtlich nicht für Taking Dwan gilt, denn die machen mittlerweile auch deutlich außerhalb von Las Vegas und Nevada von sich reden. Retro ist ja ein Begriff, der dieser Tage gerne mal überstrapaziert wird, aber hier passt der Arsch ja mal so was von auf den Eimer… Mehrstimmige Gitarrenläufe in bester Maiden- oder gar Thin Lizzy-Manier, eingängige Refrains (gerne auch mal in der gefistelten Kopfstimme), die an große Zeiten und Alben von Bands wie Skid Row, Kiss, Mötley Crüe oder auch Bon Jovi (Ja!) erinnern und vor allem der starke Gesang von Chris Babbitt sprechen für „Time To Burn“. Und die Produktion von Elvis Baskette tut ein Übriges, wobei etwas Dreck der Band wohl auch gut gestanden hätte, Mr. Baskette hat gar arg viel poliert. Elf konstant starke Songs, Hits am laufenden Band ohne Ausfall und sogar die abschließende Fleetwood Mac-Bearbeitung „The Chain“ wird mit ordentlich eigener Handschrift sicher ins Ziel gebracht. Ein total starkes Debüt, das mich mal so richtig überrascht hat – und das obwohl der Sound an sich gar nicht meiner ist! (tj)




