C.Aarmé - World Music
So schlicht-minimalistisch das Artwork daherkommt, musikalisch ist das alles andere als Easy-Listening. Und es hat auch herzlich wenig damit zu tun, was die Nennung des Begriffs Weltmusik sonst so assoziiert: Esoterikgedöns, Klangschalengedängel und Klangtapete eben. Hier will genau hingehört werden. Nachdem vor ein paar Jahren (2006?) das letzte Lebenszeichen über Burning Heart erschien, sind die Schweden mit ihrem dritten Album jetzt beim feinen Berliner Noisolution-Label zu Hause. Passt auch prima, denn das ist seit jeher eine der besten Adressen für Noise(-core), Punkrock und Hardcore und all das (und noch viel mehr!) ist auf „World Music“ auch vertreten. Ähnlich wie vergleichbare Bands, wie etwa Refused und At The Drive-In – nach denen sie nie klingen! –, kennen sie an sich keine Grenzen und überraschen so ein ums andere Mal. Das ist mit viel stampfendem Groove, dreckigem Bass und ordentlich Rotz am Start mal wieder erfreulich nah an der ursprünglichen Bedeutung des Punkbegriffs. Der wurde durch die ganzen Hochglanz- und Teenie-Punkbands in den letzten Jahren ja sonst weitestgehend sinnentleert. Im Frühjahr sind sie wohl auch auf Tour zu erleben, so grab your calendars! (tj)




