Mantric - The Descent
Prosthetic goes Europe. Mantric aus Oslo sind das erste europäische Signin des US-Labels. Die Band besteht aus den Überresten der chronisch unterbewerteten progressive Metal Truppe Extol und gründeten sich 2007. Das vorliegende Debütalbum lässt durchaus die Vergangenheit der Mitglieder durchblitzen, steht jedoch insgesamt auf eigenen Beinen. Die Band liefert eine spannende Mischung aus derbem Metal, progressivem Rock und düsterem Alternative und Noise ab. So warten die Jungs einerseits mit massivem Riffing auf, gleichzeitig aber auch mit einfühlsamen Vocals und verspielten Melodien. Das Ganze wird auf eine höchst eigenständige Art und Weise verknüpft. Man erhascht Einflüsse von Bands wie Muse, Deftones und Tool - aber auch von Gojira, Cult Of Luna und Opeth. Die Songs werden nie langweilig, im Gegenteil: die Band liefert immer wieder neue Impulse und spannende Wendungen. Der Gesamtsound ist dabei jederzeit eigenständig und die Band bedient sich an vielfältigen Stilelementen ohne den Sound zu überfrachten. Tue Madsen hat seine Finger am Mischpult gehabt, was den Sound abrundet. Einziger Kritikpunkt ist die etwas dünne Gesangsstimme, die sicherlich auch mehr Charisma versprühen könnte. Das ist aber wirklich Meckern auf hohem Niveau. Mit Mantric haben wir es in der Tat mit einer sehr interessanten neuen Band zu tun. (rg)




