Vlad In Tears - Underskin
Wer sich Gothic Rock wünscht, der richtet seine Aufmerksamkeit heuer eher gen Norden als nach Süden und wenn schon Süden, dann würde mir vor Italien ja noch Portugal einfallen, von wo aus uns die Portugiesen von Moonspell ja seit Jahren beehren. Aber ja, die drei Brüder plus Drummer vom Stiefel machen ihren Job trotzdem recht gut und mit dem Betonen des Vampirthemas setzen sie auf ein Pferdchen, dass dieser Tage dank Stephenie Meyer ja wieder sehr gut im Rennen ist – schade, dass das Artwork weit hinter den Möglichkeiten bleibt und relativ nichtssagend ist. Auch optisch kommen die Jungs nämlich ganz gut rüber, der Akzent des Sängers ist aber wohl eher unfreiwillig komisch. Die Band ist in machen Teilen Europas schon richtig gut dabei – in England haben sie eine Tour mit 50 (!) Dates hingelegt und auch in der Tschechischen Republik sind sie schon recht präsent. Ob sie mit den zehn von – Überraschung! – John Fryer produzierten Songs hier im deutschsprachigen Raum richtig viel reißen werden, ist fraglich, denn die Veröffentlichung kann gegenüber fast zeitgleich veröffentlichten Vorreitern wie etwa H.I.M. nur den Kürzeren ziehen.(tj)




