Overkill - Ironbound
Im Gegensatz zu den auch dieser Tage veröffentlichenden Heathen waren Overkill nicht jahrelang von der Bildfläche verschwunden. Die vor dreißig Jahren (!) gegründeten Thrash-Urgesteine um den Frontsympathen Bobby „Blitz“ Ellsworth haben auch in den letzten Jahren mit mehr oder weniger mäßigem Erfolg versucht an Großtaten wie z.B. ihr 1989er-Album „The Years Of Decay“ anzuknüpfen. Umso überraschter war die Szene als ausgerechnet das renommierte Metal-Label Nuclear Blast den Vertragsabschluss mit den New Yorkern bekannt gab. Die Donzdorfer Herren haben aber erneut einen guten Riecher bewiesen, denn „Ironbound“ ist locker das beste Overkill-Album seit 1991. „Bring Me The Night“ mit seiner starken Metallica zu Kill Them All-Zeiten-Schlagseite oder auch der Titeltrack sind richtig gute Songs, die eine wiedererstarkte Band zeigt. In der zweiten Hälfte geht den Herren leider etwas die Luft aus und gerade im Bereich der Gitarrensoli ist das streckenweise recht anstrengend. Und als Fan alter Großtaten darf man nicht den Fehler machen, diese als Maßstab anzulegen, das wäre 21 Jahre nach dem oben genannten Album auch etwas unfair. Die Band erweist sich also als veritables Stehaufmännchen und live waren sie eh meist ´ne Macht, man darf sich also auf die Tour und die bereits bestätigten Sommerfestivals freuen. (tj)




