Raintime - Psychromatic
Endlich – Raintime sind zurück. Im Gepäck haben die Italiener ihren neuesten Geniestreich, der den vielversprechenden Namen „Psychromatic“ trägt. Wie schon beim beeindruckenden Vorgänger und Debüt „Flies and Lies“ lässt man sich nicht lumpen und bietet den Fans und solchen die es werden wollen 11 Songs voller Energie. Dass im Hause Raintime eine deutliche Entwicklung stattgefunden hat, ist schon nach den ersten Sekunden des Openers „Fire Ants“ klar. Beginnend mit Breakbeats entwickelt sich der Song zu einem melodischen Prog-Metal Feuerwerk. Generell setzen Raintime auf „Psychromatic“ verstärkt auf die synthetische Rhythmuserzeugung. Das mag dem Einen gefallen, den Anderen stören, aber man kann es schließlich nicht allen recht machen. Kompositorisch schlägt der Göteborger Melodic Death-Metal-Einschlag deutlicher zu buche als noch auf dem Vorgänger, der sich doch eher an finnischen Kollegen wie Imperanon ausgerichtet hat. Auch aus der Tatsache, dass Raintime bekennende Dream Theater Fans sind, machen sie keinen Hehl. Dies wird vor allem bei den clean gesungenen Passagen überdeutlich. James La Brie hätte hier keine bessere Arbeit abliefern können. Raintime haben es erneut geschafft, ein Maximum an Melodie in die Songs zu pressen, und das mit einem hervorragenden Gespür für das Detail. Darüber hinaus darf man voller Freude vermerken, dass Raintime abwechslungsreicher denn je sind, was „Psychromatik“ zu einem Album macht, dass auch nach dutzenden Durchläufen immer noch nicht langweilig werden will. Da sag ich nur: „Erwartungen voll erfüllt!“ (jb)




