Crime In Stereo - I Was Trying To Describe You To Someone
Ihr letztes Album liegt bereits knapp 3 Jahre zurück, zählt aber sicherlich zu den stärksten Bridge 9 Veröffentlichungen der letzten Jahre. Die Rarities Sammlung „Selective Wreckage“ überbrückte die Wartezeit etwas. Jetzt liegt das neue Album von Crime in Stereo vor. Sofort wird klar, dass die Band sich beachtlich weiterentwickelt hat. Die generelle Marschrichtung ist deutlich zarter und ruhiger. Die Band ist aber kantig und rau geblieben und schafft es dabei gleichzeitig progressiv, eingängig und emotional zu sein. Teilweise erinnert das neue Material an eine raue Version von Brand New und auch Einflüsse von Bands wie Elliot und Fugazi sind auszumachen. Die neuen Songs klingen zu Beginn schräg, spielen sich aber schon nach kurzer Zeit immer mehr in Ohr und Herz der Zuhörer. Crime In Stereo verstehen es besser denn je Atmosphäre zu schaffen und die Songs mit einem ehrlichen emotionalen Tiefgang zu versehen, von dem die meisten Bands nur träumen können. Songs wie „Exit Halo“ leben von ihrer bis zum zerreißen angespannten Stimmung während „Not Dead“ eine fast schon entspannte Rock Nummer ist, die in Momenten an Nirvana erinnert. Mit „Odalisque“ gibt die Band dem Album seine Hymne, während man bei „Young“ schon mal eine Träne verdrücken kann. Das Album ist sehr abwechslungsreich aber keinesfalls überfrachtet. Alles klingt sehr natürlich du aufrichtig. Die Vocals gehen unter die Haut wie nie zuvor. „I Was Trying To Describe You To Someone“ hat jetzt schon das Zeug dazu, eines der großen Highlights des Jahres zu werden. (rg)




