Lower Hell - Hellevator
Hoppla, da hat sich aber jemand gewaltig gesteigert. Das Debüt Album „Asphyxia“ zeigte bereits das Potential der Band aus Baden-Württemberg. Mit „Hellevator“ hat man zwar in Punkto Albumtitel nicht unbedingt ins Schwarze getroffen, musikalisch konnten sich die Jungs aber deutlich steigern. Sie legen hier ein Album in der Grauzone um Metalcore und Melodic Death Metal vor, dass sich absolut sehen lassen kann. Hier wird geschreddert was das Zeug hält, aber auch mal einen Gang zurück geschaltet, so, dass sich melodische Momente entfalten können. Der Sound ist insgesamt recht technisch ausgefallen, aber keinesfalls zu verkopft oder schwer nachvollziehbar. Auch melodischen Gesang gibt es vereinzelt zu hören. Auch hier beweist die Band ein gutes Händchen und schafft es, Gesangsmelodien an den Start zu bringen, die sich nicht allzu genretypisch anhören aber dennoch im Ohr bleiben. Überhaupt gelingt es den Jungs recht gut im überlaufenen Genre nicht allzu austauschbar zu klingen. Am Ende ihrer Entwicklung ist die Band sicherlich noch nicht angekommen und es gibt sicher noch Raum für Verbesserungen. So klingt der eine oder andere Übergang noch etwas holprig und die ganz großen Hits fehlen auf der Platte noch. Die Produktion von Fear My Thoughts Gitarrist Patrick Hagmann kann sich aber jetzt schon sehen lassen. Lower Hell sind eine Band, die man spätestens jetzt auf dem Plan haben sollte. (rg)




