Milk+ - Who was Mr. Feldman
Das Trio Milk+ aus dem benachbarten Österreich verfolgt mit der neuen Scheibe „Who was Mr. Feldman“ das Ziel, sich musikalisch vom Einheitsbrei der groben Masse abzuheben. Im Vordergrund stehen bei den zehn Songs innovative Strukturen und komplexe Rhythmen. Nicht der Absatz soll im Vordergrund stehen, sondern die Abkehr von immer wiederkehrenden Plagiaten in der Musiklandschaft. Was gefällt, sind die Instrumental-Passagen wie z. B. beim Song „Zensmark“, die eine ganz spezielle Atmosphäre vermitteln – zwischen Alternative und Psychedelic. So wechseln sich in den weiteren Songs ausgedehnte Gitarrenparts mit verspielten Ryhthmuswechseln und melodischen Parts ab. Für meinen Geschmack leiden jedoch die Melodien unter den akustischen Experimenten der Band, die keine klare Linie erkennen lassen. Die Tracks des Albums weisen teilweise eine beachtliche Länge auf (z. B. „Seksy Surprise“ mit neun Minuten!) und haben teilweise gelungene Parts zu bieten. Nur stehen diese Glanzpunkte zu weit abseits des Geschehens. Wer auf verspielte Sounds steht, für den könnte Milk+ interessant sein. Allen anderen dürfte es schwer fallen, mit der Band warm zu werden. (mg)




