Destrophy - Destrophy
Destrophy, aus dem hauptsächlich für Agrarprodukte bekannten US-Staat Iowa, veröffentlichen mit diesem Album ihr insgesamt drittes - und erstes auf Victory Records. Destrophy unterscheiden sich deutlich von dem Sound, den man sonst so von Victory geboten bekommt. Die Band ist weder Hardcore noch Emo und auch nicht im Ultrabrutalen Metalcore angesiedelt. Die Band sitzt irgendwo zwischen den Stühlen. Ausgezeichnet wird ihr Sound durch eine ordentliche Kelle Thrash Metal, der stark an frühe Metallica und Megadeth erinnert. Manchmal führt dieser Einfluss zu regelrechten Deja-Vu Momenten. Weiterhin schwingt eine ordentliche Portion amerikanischen Hardrocks im Sound mit. Bands wie Disturbed oder Five Finger Death Punch können hier als Referenz herhalten. Die Songs pendeln zwischen raubeinigem Thrash und zugänglichem, melodischem Hardrock. Wobei das Hauptaugenmerk auf letzterem ruht. Die Refrains gehen gut ins Ohr, sind aber auch mit reichlich Pathos aufgemotzt. Es kommen auch schon mal recht schmalzige Keyboards zum Einsatz. So ist das Album weder Fisch noch Fleisch. Die harten Momente sind zu zurückhaltend und die melodischen klingen sehr gewollt. Die Jungs haben definitiv gelernt wie man Songs schreibt, daran gibt es keinen Zweifel, ich vermisse aber die Seele. So bleibt im Endeffekt ein recht durchschnittliches Album übrig. Die Band wird zweifellos ihre Freunde bei Fans des modernen amerikanischen Hardrocks finden. Mich lässt es, um ehrlich zu sein, recht kalt. (rg)




