Suicide City - Frenzy
Das ist wohl eine der letzten Bands, die aus dem Umfeld des legendären New Yorker Club C.B.G.B.’s hervorgegangen ist – wodurch ein gewisser Punkinput fast schon garantiert und vorprogrammiert ist. Dazu packt die Band unbekümmert und mutig ein bisschen Elektro, Psycho, Gothic, Metal (Gitarrist Billy Graziadei war früher mal bei Biohazard) und vor allem mit Karl Bernholtz einen überdrehten Sänger, dessen Stimme sich gern auch mal überschlägt und der ordentlich Drama beisteuert. Der dürfte auf der Bühne recht extrovertiert sein... Auch am Bass hat sich jemand altbekanntes positioniert, Jennifer Arroyo kennt man noch von ihrer Zeit bei Kittie und bei Suicide City steuert sie öfters auch mal Backupvocals bei. Der Opener „First Cut“ und beispielsweise auch „The Best Way“ und „Burn“ sind richtig fette Hits, das Niveau erreicht das restliche Material zwar nicht immer, erfrischend ist das aber durchaus. Schönes Cover auch! Im Info wird der Kerrang zitiert, der in Zusammenhang mit Suicide City wohl von „A Gothier, Punkier Faith No More“ spricht. Da fragt man sich doch, ob die ein anderes Album als ich gehört haben. OK, die New Yorker scheren sich nicht um Genregrenzen, haben einen halbwegs eigenen Stil und einen variablen und extrovertierten Sänger, die Band aber gleich so hoch zu hängen und mit den kürzlich wiederauferstandenen Faith No More zu vergleichen scheint dann doch deutlich übertrieben! (tj)




