The Ripmen - Rott In Pieces
Seit nun 10 Jahren stehen The Ripmen für Psychobilly aus der Hauptstadt. 1999 gegründet, ging das Trio seinen Weg und brachte in den folgenden Jahren neben dem Debütalbum eine weitere, in Szenekreisen nicht minder mit Begeisterung aufgenommene, Scheibe auf den Markt. Es folgte eine ausgedehnte Tour durch Teile Europas und in den USA. Bei Support-Gigs mit Bands wie Mad Sin oder Nekromantix konnten The Ripmen weiter an ihren Live-Qualitäten schrauben und ihren Bekanntheitsgrad weiter ausdehnen. Wer auf Coverversionen steht, für den dürfte ihr vorletzter Longplayer „Graveyard in our memories“ interessant sein, in dem die Berliner Jungs ihre liebsten Coverversionen vereinigten. Trotz einer Krise, die beinahe zur Auflösung der Band geführt hätte, sind The Ripmen jetzt mit einer brandneuen Scheibe und Verstärkung an der Gitarre durch Tex Morton zurück. „Rott in pieces“ beinhaltet 14 Songs, die Oldschool-Psychobilly mit vereinzelten Elementen aus Punk und Country verbinden. Natürlich darf auch der entsprechende Schuss Horrorshow nicht fehlen. Für Genre-Fans dürfte das Ganze interessant sein. Wer sich sonst eher in anderen musikalischen Gefilden zuhause fühlt, wird mit der Platte wenig anfangen können. Zu ähnlich klingt das Gesamtpaket, zu wenig Energie wird rübergebracht. Für mich daher ein nur durchschnittlicher Tonträger im Psychobilly-Bereich. Allerdings könnte „Rott in pieces“ auf der ein oder anderen Halloween-Party als Hintergrundmucke funktionieren – und ein paar Schminkideen gibt’s im Booklet der Platte gleich noch dazu. (mg)




