Diablo Swing Orchestra - No 2: Sing Along Songs For The Damned & Delirious
Es hat ja etwas gedauert, aber nach dem dritten Durchlauf hat es mir auch das zweite Album des diabolisch swingenden Orchesters angetan und gefallen. Die schwedische Ausnahmeband schmeißt auch auf ihrem zweiten Werk wieder einiges in die Waagschale und es dauert einfach, bis man erkennt, dass die Qualität siegt und das Chaos nicht die Oberhand gewinnt. Das alberne Cover ließ nicht unbedingt auf einen erneuten Treffer hoffen, aber der Albumtitel ist auf jeden Fall gelungen. Auch der Opener „A Tapdancer’s Dilemma“ kombiniert die bekannten Swing-Elemente mit etwas Bar-, Zirkus- und Variete-Ambiente, Bläserwahnsinn und allgemein der deutlichen Handschrift der Combo. U.a. das folgende „A Rancid Roamance“ kommt dann aber mit etwas zu viel (weiblichem) Operngesang daher, da fällt der Genuss anfangs schwer, nach mehrmaligem Hören sticht das aber nicht mehr gar so heraus. Schwierig ist es als Rezensent auch, diesem irren Haufen mit Worten irgendwie beizukommen, da wird arg wild Swing, Metal, Kabarett, Jazz, Crossover, Klassik und Folk gemischt, dass einem ab und an ganz schwindelig wird! Völlig überdreht, aber eben auch sehr eigen und charmant kommen die zehn Kompositionen daher und die eigentliche Leistung ist nicht mit dem Mischmasch aufzufallen, sondern den Eindruck zu erwecken, dass das alles schon genau so geplant ist und auch so sein muss. In der limited Edition gibts zum Tonträger auch noch ne DVD dazu, und visuell hat die Band ja auch einiges zu bieten! (tj)




