Incite - The Slaughter
Zuerst das Namedropping. Incite sind die Band von Richie Cavalera. Bei dem Nachnamen sollte es klingeln, Richie ist in der Tat der Stiefsohn von Max Cavalera (Soulfly, ex-Sepultura). Wer jetzt aber vermutet, dass bei Incite nichts zu holen ist und die Jungs nur das leidenschaftslose Lärmen eines verzogenen Rockstar Bürschchens ist, der ist schief gewickelt. Incite bestehen schon sein 2004 und „The Slaughter“ ist ihr erstes Album. Zuvor veröffentlichte man eine EP auf eigene Faust und tourte sich den Arsch ab. Sicherlich haben Papis (bzw. Mamis) Beziehungen bei der einen oder anderen Tour (z.B.: Cavalera Conspiracy, Throwdown, Dillinger Escape Plan) geholfen, aber wer kann das der Band schon verdenken. Tatsache ist, dass die Jungs durch die harte Metal Schule gegangen sind und das hört man der Band auch an. Keineswegs haben wir es hier mit einem Soulfly/Sepultura Klon zu tun. Einflüsse selbiger sind zwar absolut vorhanden, aber ebenso von Machine Head, Pantera und Throwdown. Incite spielen modernen Thrash Metal mit Hardcore Schlagseite. Die Jungs haben einige coole Riffs im Gepäck und ballern mit reichlich Energie auf den Hörer ein. Die Band macht jederzeit ordentlich Druck. Melodien spielen zwar insgesamt eine untergeordnete Rolle, sind aber dennoch vorhanden. Die Vocals erinnern an eine heisere Version von Rob Flynn. In Sachen Abwechslung kann man hingegen sicherlich noch etwas zulegen, ebenso was Ausstrahlung und Eigenständigkeit angeht. Alles richtig gemacht hat man hingegen bei der Produktion. Hier hatte mit Logan Mader (ex-Machine Head) ein alter Kumpel von Max Cavalera die Finger an den Reglern. Insgesamt legen Incite ein wirklich cooles Debüt hin, das nicht nur für Fans der Cavalera Familie interessant sein könnte. (rg)




