Threat Signal - Vigilance
„Under Reprisal“, das Debüt der Kanadier wirbelte bei Veröffentlichung 2006 einiges an Staub auf. Produziert hatte damals Christian Olde Wolbers, den man ja als jahrelangen Basser und später dann sogar Gitarristen von Fear Factory kennt. Diese Connection sorgte wohl auch dafür, dass Teile von Threat Signal mit Teilen von Fear Factory Arkaea an den Start gebracht wurden. Und deren Debüt erschien ja vor kurzem bei Century Media… bevors jetzt aber zu verzwickt wird, zurück zur Musik. Nach etlichen, teilweise durchs Drehen des Besetzungskarussells verursachten Verzögerungen überzeugt das zweite Werk der Band (noch) mehr als der Vorgänger. Deutlich ausgefuchsteres Songwriting, der neue Gitarrist bringt einiges an neuen Ideen mit, die Riffs sind komplexer, teilweise kann man fast von experimentellen Passagen sprechen. Wobei das Grundrezept im Kern gleich geblieben ist, modernen Thrash mit einem guten Schuss Metalcore- und Melodic Death-Input und Industrial – kein Wunder, dass es zu dieser Fear Factory-Connection kam! Auch Sänger Jon Howard hat an sich gearbeitet, die Shouts kommen mächtig und der Klargesang erinnert nicht nur einmal an Linkin Parks Bennington – deren Musik mag man mögen oder nicht, dass der Kerl aber ein Ausnahmesänger ist, lässt sich nicht bstreiten, der Linkin Park-Vergleich ist also als Kompliment gemeint! Bei satten 55 Minuten Spielzeit kritallisiert sich die ein oder andere Perle erst nach mehrmaligem Hören heraus, da hätte man die Tracklist wohl noch etwas „verschlanken“ können, aber jetzt kriegt man schon mal was fürs Geld, dann soll man auch nicht meckern! Ein gutes Album, das den über drei Jahren gewachsenen Erwartungen aber nicht ganz gerecht wird. (tj)




