Pompeii - Nothing Happens For A Reason
Eyeball Records haben uns einige coole Bands bescheert. Neben alten Entdeckungen wie Thursday und My Chemical Romance haben sie in jüngerer Zeit Bands wie The Number Twelve Looks Like You oder United Nations veröffentlicht. Stilistisch sind die Künstler nicht einzuordnen und so legt das Label nun mit dem Album von Pompeii einen sehr viel ruhigeren Sound vor. Die Texaner gehen sehr gemäßigt zu Werke. Ihr Sound ist irgendwo in der Schnittmenge von frühem Emo, sphärigem Indie-Rock und progressivem Art-Rock zu verorten. Sanfte Gitarrenklimpereien werden mit dezenten Keybords und Chello angereichert. Die Vocals klingen ebenfalls sanft und verletzlich. Sänger Dean Staffford verfügt in der Tat über eine sehr charismatische Stimme. Im ersten Moment klingt der Sound interessant und spannend, doch leider verliert er relativ schnell seinen Reiz. Nach wenigen Durchläufen wird offensichtlich, dass die Band keine wirklich packenden Momente erschaffen kann. Mit diesem Sound kann man entweder durch eine dichte Atmosphäre oder großartige Melodien punkten. Beides fehlt bei der Band oder ist nur unzureichend vorhanden. So führt das Hören der Platte vor allem zu einem – Langeweile. Ob der Band bewusst war, dass sie ihr Album so programmatisch betitelt haben? In der Tat passiert auf „Happens For A Reason“ nämlich nichts, zumindest nichts spannendes. Der Grund dafür bleibt jedoch im Dunkeln. Schaden eigentlich, denn es sind durchaus gute Ansätze vorhanden. Leider reicht das einfach nicht. (rg)




