Down Below - Wildes Herz
Der Titel lässt schon ahnen, was die größte Umwälzung auf dem dritten Album der Sachsen-Anhaltiner Band ist: Jetzt wird komplett auf Deutsch getextet/gesungen! Auf dem Vorgänger „Synfonie 23“ fand sich genau ein Song in deutscher Sprache, nämlich „Sand in meiner Hand“, mit dem die Band dann beim Bundesvision Song Contest 2007 teilnahm und recht imposant auf dem dritten Platz landete. „Wildes Herz“ überspannt den Bogen aber – zumindest im Rahmen dieses Magazins. Denn das ist einfach zu seicht poppig-schwülstig, was die Band hier mit dem Dutzend Songs abliefert. Vielleicht trifft das ja in der schwarzen Szenen auf offene Arme, mir rangiert das zu oft am stumpf-dumpfen Eurotechno und Stein-Bein-Klein-Fein-Schlager-Modus. Stilistisch ist das eine sehr verwässerte Version von Oomph! (die den 2007er Bundesvision Song Contest übrigens gewonnen haben), allerdings jeglicher Gitarrenschärfe beraubt und mit einem derart thumben durchgängigen Bumm-Zack-Schlagzeug, dass es weh tut. Sänger Neo Scope bemüht sich um viel Pathos und Ausstrahlung. Und ja, natürlich gibt’s auch gar ergreifende Balladen. (tj)




