Torment - Tormentizer
Torment feiern mit diesem Album nicht nur ihr viertes Release, sondern auch ihr 25jähriges Bestehen!? Wie mans auch dreht und wendet, vier Alben in einem Vierteljahrhundert ist nicht gerade ein großer Output. Und demzufolge wird im Zusammenhang mit der Band auch gerne mal der Begriff der Kult-Undergroundcombo gereicht. Und da Kult immer irgendwie polarisiert und eben gerade deswegen zum Kult wird, weil viele Leute das überhaupt nicht verstehen, passt das wohl auch. Ich befinde mich in diesem Falle ausnahmsweise mal auf der Seite der vielen Leute. Ich verstehe nicht, was einen Kauf dieses Albums rechtfertigen sollte. Das ist eindimensionaler Oldschool-Thrash (mit gelegentlichem Punk- und Rock-Abschweifern), wie man ihn schon seit Jahren nicht mehr als fresh bezeichnen würde. In gewissen Kreisen wird das ja schon seit längerem als das neue Ding gepriesen, Bands wie Municipal Waste, oder mit Abstrichen auch Legion Of The Damned, haben ja durchaus Erfolg mit ähnlichem Sound. Bei den genannten Acts hat man aber den Eindruck, dass sie wohl in der Neuzeit angekommen sind, bei Torment klingt das alles, als wäre es seit gefühlten 20 Jahren in einer Schublade versteckt und vergessen worden. Wie gesagt, wegen mir hätte das niemand aus der Schublade holen müssen. Zum miesen Sound kommen klischeehafte Songtitel (z.B. “Let´s Get Extremeâ€, “Heavy Metal Whorehouseâ€) und ein grottiges Cover. (tj)




