Profuna Ocean - Watching The Closing Sky
Vier Songs in knapp 40 Minuten Spielzeit. Und dabei sind die einzelnen Kompositionen gar nicht so ausufernd oder gar kompliziert, wie die reine Spielzeit vermuten lässt, es werden eben nur viele Parts aneinandergereiht. Die Formation hat sich erst im letzten Jahr gefunden, tritt aber schon recht kompakt auf. Das große Problem von „Watching The Closing Sky†ist leider die Produktion. Ein Album, das sich so vielschichtig geben möchte, darf nicht so einen pappigen, dünnen Sound haben, in dem oft gerade die rockenden Parts fast völlig verschluckt bzw. in den Hintergrund versenkt werden und eigentlich nur der stark an a-has Morten Harket erinnernde Gesang von Raoul Potters im Vordergrund steht. Über weite Strecken ist das Material auch nur bedingt dem Prog zuzuordnen, ja stellenweise wird’s sogar schwer das als Rock zu stempeln, da herrschen dann einfach poppige Passagen, cleane Gitarren und ruhiger Gesang vor – die Keyboards halten sich glücklicherweise sehr zurück und im Hintergrund. Gewisse Parallelen zu Yes und King Crimson sind nicht zu überhören. Mit dem abschließenden 14-Minuten-Brocken „S.C.I.T.S.“ werfen sie nochmal alles in die Waagschale, allein so richtig überzeugen bzw. mitreißen kann das alles irgendwie nicht. (tj)




