Rome - Flowers From Exile
Hier mal wieder was zum sich drin versenken und Horizonte erweitern. Rome sind ein Duo aus Luxemburg. Ursprünglich als Ein-Mann-Projekt von Sänger Jerome Reuter (daher auch der Bandname) gestartet, ist mittlerweile Patrick Damiani fester Bestandteil der Formation. Und obwohl Rome erst seit 2005 aktiv sind, ist „Flowers From Exile“ tatsächlich schon ihr fünftes Album. Stilistisch extrem schwer zu fassen, trifft es das oben genannte Neo Folk auch nur am Rand, manchmal ist man versucht, es Wave oder auch Gothic zu nennen… es ist auf jeden Fall etwas ganz eigenes, das vielleicht ganz entfernt ein bisschen an Young Gods erinnert. Musik/Sound und Sprache/Text sind hier völlig gleichberechtigt und in klassischer Rockmanier wird ohnehin nur selten instrumentiert, meist gibt’s akustische, oft spanisch angehauchte Gitarren, Cello, etwas Bass, atmosphärische Keys und Sprachsamples zum Gesang. Die Texte sind sehr poetisch kippen, aber dankenswerter Weise nie ins theatralisch-pathetische und werden durch das herrliche “Nick Cave-Timbre“ von Reuter getragen. Thematisch wurde das Thema Exil in vier Kapitel aufgebrochen, nämlich „Reiseherrschaft“, „Besitzbegrenzung“, „Ruheverbot“ und „Verzicht“. Ein wunderschönes Album für den nächsten „Trip At The Brain“ und aus der Masse der Veröffentlichungen wahrlich herausstechend. (tj)




