Angels and Enemies - The Lyke Wake Dirge
Obwohl erst im Jahre 2007 gegründet, fahren Angels And Enemies mit „The Lyke Wake Dirge“ bereits ihre zweite Platte auf. Hier die Fakten: Köln, eine Frau, vier Kerle, sechs Songs, 22 Minuten. Dann sind wir mal gespannt… Zunächst fällt auf, dass die Soundverhältnisse für eine Eigenproduktion durchaus als anständig zu bezeichnen sind. Lediglich die Gitarren klingen in meinen Ohren zu steril und zu sehr nach True Metal. Aber das ist definitiv so gewollt, denn wie der smarte Leser schon aus dem Bandnamen herauslesen kann, wird hier eine Fusion verschiedener Metal-Stile, sowie die Gegenüberstellung kontrastreicher Stimmungen angestrebt. Kurz gesagt, verträumte Metal-Ballade trifft auf Metalcore-Gebolze, wobei die harte und vor allem schnelle Gangart eindeutig bevorzugt wird. Zwischendurch werden immer wieder melodische Gitarren-Leads eingeschoben, die mich aber eher langweilen, statt eine Gänsehaut zu erzeugen. Neben dem sehr guten Shouter, der teils auf Deutsch, teils auf Englisch das Mikro traktiert, ist die große Stärke der Rheinländer ihr aggressives Riffing im oberen Temposegment. Allerdings muss man klarstellen, dass im Schnitt nur jede zweite dieser Akkordfolgen wirklich zündet. Der Rest ist lediglich 08/15-Metalcore-Ware. Dennoch sind mit „Morgen ist tot“ und „Augenblicke“ zwei ordentliche Mosh-Gewitter und mit „Sunset Over Rocky Beach“ eine halbwegs geglückte Gefühlsnummer vorhanden. (cj)




