Hardcore Superstar - Beg For It
Der ruhige Ennio Morricone-Einstieg ist trügerisch, baut aber eine herrlich dramatische Stimmung auf. Es folgt der Titelsong und der steht Pate für den Rest des Albums: Hier regiert Vollgas. Und zwar nicht unbedingt nur auf die Geschwindigkeit des Materials bezogen, sondern in Form von allerfeinsten Sleazerocks, den man in dieser Liga zuletzt vor vielen Jahren von Acts wie Mötley Crüe oder auch Guns’n’Roses gehört hat. Der Titeltrack bedient sich im Refrain zwar schamlos bei Helloweens „I Want Out“, aber hier heiligt der Zweck wohl die Mittel, das Album rockt wie Hulle! Das ist zwar im Kern 80er Hair Metal, was per se ja an sich gar nicht geht – aber die Schweden schaffen es irgendwie ihr Material so souverän und cool an den Mann und die Frau zu bringen, dass der Hörer gar nicht so recht merkt, zu was er da jetzt gerade abfeiert! Sie verlassen sich auch durchaus nicht zu 100% auf das Erbe genannter Urväter, sondern würzen zeitgemäß nach und packen z.B. bei „Into Debauchery“ auch ne ordentliche Portion Thrash-Gitarren drauf. „Beg For It“ ist mit Sicherheit der Höhepunkt des seitherigen Schaffens der Band, hier stimmt einfach alles, der Sound passt optimal zum Material, die Songs kommen auf den Punkt und Ausfälle sucht man mit der Lupe! (tj)




