Theory Of A Dead Man - Scars & Souvenirs
OK, Theory Of A Dead Man erfinden das Rad in Sachen modernem (US-)Rock beileibe nicht neu, aber diese ewigen Nickelback-Vergleiche haben sie nun wirklich nicht verdient. Klar, die Jungs um Chad Kroeger sind momentan die populärsten Vertreter des Genres, aber wer weiß was die Creed-Reunion bewegen wird. TOADM buttern jedenfalls nicht gar so viel Schmalz, will sagen Orchesterarrangements, in ihre Songs, das rockt zuweilen auch recht straight und ist gelegentlich sogar etwas sperrig und nicht ganz so auf Ohrwurm gebügelt – wobei sie die auch massig im Angebot haben (man höre nur „Got It Made“, „All Or Nothing“ oder auch „End Of The Summer“). Der Opener „So Happy“ erinnert dank der mehrstimmigen Gesänge sogar angenehm an die demnächst auch wieder antretenden Alice In Chains. Auch wer Daughtry und das Hinder-Debüt auf der Favoritenliste hat, wird hier bestimmt fündig. Und der achte Song “Bad Girlfriend” erinnert in Sachen Gitarrenarbeit sogar ein bisschen an The Cult und damit haben wir jetzt wirklich eine feine Liste mit Bands zusammen, die geneigte Hörer zumindest mal neugierig auf „Scars & Souvenirs“ gemacht haben sollte. Wie gesagt, weder neues Rezept noch neue Zutaten, aber dank smarter Mischung und gekonnter Zubereitung ein richtig starkes Album. (tj)




